Zwiegespräch mit dem Weihnachtsmann

Was bedeutet Weihnachten für mich, welche Erinnerungen habe ich, wie begehe ich das Fest heute und hat sich meine Sicht durch Parkinson verändert? Darüber haben wir mit einigen Mitgliedern des neuen Vorstands gesprochen.

„Ich komme aus einem kleinen Dorf in Hessen, das damals nur 120 Einwohner hatte. Wir waren sieben Kinder und ich war der jüngste“ erzählt Frank Deiß, seit Mai Vorsitzender der Deutschen Parkinson Vereinigung DPV Landesverband Hessen.

Weihnachten war für die Familie immer etwas Besonderes. Die Geschenke wurden vom Weihnachtsmann gebracht, und der war natürlich ein Mann aus dem Dorf. In der kleinen Gemeinde kannte man sich sehr gut, Stimme und Bewegung jedes Menschen waren vertraut, und so gelang es den Geschwistern immer wieder, den Weihnachtsmann zu „enttarnen“. Dachten sie zumindest, denn so ganz sicher konnte man natürlich nie sein.

Der Vater konnte sehr schön erzählen und hielt mit dem Weihnachtsmann vor der Tür ein langes Zwiegespräch, das sich vor allem um das Betragen der Kinder im letzten Jahr drehte. Seine Fähigkeiten bei der Auswahl des Tannenbaumes waren nicht ganz so gut, und wenn der Baum wieder einmal allzu „schräg“ war, blieb den Kindern oft nichts anders übrig, als auf eigene Faust einen schönen Tannenbaum zu besorgen.

„Bei sieben Kindern,“ sagt Frank Deiß, „sah die gute Stube dann wie ein Schlachtfeld aus, überall lag Papier, die Spielsachen waren verstreut und wir spielten in allen Ecken. Zum Knabbern gab es viele Nüsse und da wir nur einen Nussknacker hatten, schlug mein Bruder die Nussschalen mit einem Holzscheit entzwei.“

„Heute ist mein Weihnachten bedeutend ruhiger. Und auch sehr schön,“ lautet sein Fazit. „Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünsche ich all unseren Mitgliederinnen und Mitgliedern mit ihren Familien. Und einen guten Start ins Neue Jahr.“